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Frucht-Lexikon

Fruchtlexikon: von Ananas bis Zuckermelone  

Lieben Sie es, die Früchte der Jahreszeit aus der Heimat erntefrisch zu genießen? Probieren Sie auch gern einmal etwas Exotisches aus fremden Ländern? Ist Ihnen Obst aus kontrolliertem und fairem Handel wichtig? Dann haben wir den gleichen guten Geschmack.  

In unserem Frucht-Lexikon finden Sie viele Informationen zu heimatlichen und fremden Früchten, ihren Herkunftsländern, Inhaltsstoffen und Verwendungsmöglichkeiten.

Ananas

Eigenschaften:

• längliche grüne Blätter an der Oberseite der Frucht
• kräftige Außenschale aus unebenen Schuppen
• grünlich oder gelblich-braun
• längliche tannenzapfen-ähnliche Form

    Ananas - tropische Frucht

    Herkunft
    Anbaugebiete des Ananasstrauches sind Westindien, Zentral- und Südamerika sowie tropische Teile Südamerikas. Als erster Europäer entdeckte 1493 Christoph Kolumbus die Ananas auf Guadeloupe. 1865 kamen die ersten Früchte auf dem Schiffsweg von den Azoren nach Europa.

    Nährwert
    Der Saft enthält das verdauungsfördernde Ferment Bromelin. Das Fruchtfleisch wirkt entschlackend und wassertreibend. 

    Verwendung
    Eine geviertelte Ananas ergibt eine sehr schöne Dekoration. Zum Verzehr die Ananas mit einem scharfen Messer vierteln, danach den Strunk in der Mitte entfernen. Das Fruchtfleisch kann nun mit einem Messer von der Außenschale abgelöst werden. Als Hilfsmittel können Sie einen Ananasschneider verwenden. Der obere Teil der Ananas wird abgeschnitten, der Schneider wird auf das Fruchtfleisch gesetzt und einfach eingedreht. Es werden automatisch saubere Scheiben aus der Frucht geschnitten.

    Aubergine

    Eigenschaften:

    • Farbe blau-violett
    • keulenförmig
    • glatte, glänzende Schale
    • weißes Fruchtfleisch mit kleinen weißen Kernen
    • ohne Eigengeschmack

    Aubergine - kalorienarme Frucht

    Herkunft
    Auberginen werden auch Eierfrüchte genannt und gehören zur Gattung der Nachtschattengewächse. Ihren Ursprung haben sie in Hinterindien. Seit dem 17. Jahrhundert werden Auberginen in den Mittelmeerländern kultiviert. Heute werden sie in Afrika, Ägypten, China, Mittelamerika, den Mittelmeerländern und in allen wärmeren Ländern Europas angebaut.

    Nährwert
    In Auberginen sind Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamin B und C, Calcium und Eisen enthalten. Da sie sehr kalorienarm sind, eignen sie sich, mit wenig Fett zubereitet, hervorragend für eine Diät.

    Verwendung
    Reife Früchte geben auf leichten Fingerdruck nach. Noch nicht ganz reife Früchte sollte man unbedingt bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, da sie das giftige Solanin enthalten. Auberginen sollten nie roh verzehrt werden. Sie brauchen nicht geschält werden, da die Schale sehr dünn ist und einige Aromastoffe enthält. Zur Vorbereitung die Früchte mit dem Stiel waschen, den Stielansatz abschneiden und die Frucht der Länge nach in der Mitte durchschneiden. Die kleinen Kerne im Fruchtfleisch müssen noch weiß, weich und milchig sein. Die Früchte mit einem großen, glatten Küchenmesser in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, von beiden Seiten salzen oder mit Zitronensaft beträufeln und etwa 15 - 20 min ziehen lassen, damit zieht man die Bitterstoffe aus der Frucht. Danach die Scheiben abwaschen und abtropfen lassen. Vor dem Braten mit Haushaltstüchern abtrocknen, so saugen sie nicht mehr so viel Fett auf

    Austernpilz 

    Eigenschaften:

    • sehr kurzer Stiel
    • weit herab-laufende Lamellen
    • je nach Art sind sie bräunlich, weißlich oder graublau
    • ihr aromatisches Fleisch erinnert im "Geschmack" und im "Biss" an Kalbfleisch

    Austernpilz - vitaminreicher Pilz

    Herkunft
    Austernpilze werden in Deutschland, Holland, Frankreich und Italien angebaut. Sie wachsen auf morschem Holz. Ihren Ursprung haben sie in Südostasien. Es gibt sowohl Kultur- als auch Wildpilze. Gezüchtete Austernpilze gehören heute zum Standardangebot. Wildpilze wachsen nur zu bestimmten Zeiten und bei entsprechender Witterung. Kulturpilze stehen das ganze Jahr in guter Qualität zur Verfügung.

    Nährwert
    Austernpilze haben einen hohen Wassergehalt, viele wertvolle Vitamine, Eiweiß und Vitamin D.

    Verwendung
    Sie müssen sehr vorsichtig geputzt werden, da sie sehr druckempfindlich sind. So gut wie keinen Abfall gibt es bei frischer Qualität, da auch die Stiele mitverarbeitet werden können. Im Handel findet man Stücke mit vielen kleinen Kappen, die terrassenartig angeordnet sind. Zum Panieren eignen sich besonders große Kappen, diese sind auch alleine erhältlich.

    Avocado 

    Eigenschaften: 

    • Beerenfrucht
    • meist birnenförmig, kugelig, länglich
    • hell- bis dunkelgrün oder braunrot, schwarze Schale
    • gelbliches, weiches Fruchtfleisch
    • schmeckt leicht süß-nussartig
    • ungenießbarer Samenkern im Inneren der Frucht

    Avocado - tropische Frucht

    Herkunft
    Die Heimat der Avocado ist das tropische und subtropische Zentralamerika. Sie wird heute weltweit in allen tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Die Jahresweltproduktion liegt bei ca. 2 Mio. Tonnen. 60 % davon werden in Nord- und Zentralamerika angebaut. Die Hauptlieferanten für Avocados auf dem europäischen Markt sind u. a. Israel, Südafrika, Mexiko, Brasilien und Kolumbien.

    Nährwert
    Sie verfügt über beachtliche Nährwerte wie Kalium, Magnesium, Eisen, Eiweiß, Provitamin A und die Vitamine E, K und B. Avocados sind gut für Herz und Gefäße und senken den Cholesterinspiegel.

    Verwendung
    Die Avocado hat einen angenehmen Geschmack und es gibt zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten. Hauptsächlich wird sie frisch verzehrt. Die Frucht wird längs mittig durchgeschnitten und der Kern wird entnommen. Sofortiges Beträufeln mit Zitronensaft verhindert eine rasche Braunverfärbung des Fruchtfleisches. Wer es mag, beträufelt die Frucht mit Zitronensaft, bestreut sie mit Pfeffer und Salz und löffelt sie dann aus. Püriertes Fruchtfleisch, vermischt mit klein gehackten Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Pfeffer und Salz ergibt die sehr bekannte, mexikanische Guacamole, ein leckerer, pikanter Brotaufstrich. Wird die Avocado für Soßen oder Suppen verwendet, darf sie nicht gekocht, sondern nur schwach erhitzt werden. Sie verliert sonst Aroma und bekommt einen bitteren Geschmack. Die Frucht hat, neben der Olive, den höchsten Fettanteil aller Fruchtarten (bis zu 30 %). Sie wird daher neben dem Verzehr auch zur Gewinnung von Speiseöl und auch zur Herstellung kosmetischer Produkte verwendet.