Insbesondere kleinen Kindern macht das Teigkneten, Ausstechen und Dekorieren großen Spaß. Doch wenn etwas länger dauert, misslingt oder Wartezeiten entstehen, schwindet schnell die Lust der kleinen Bäcker oder ein kindlicher Wutanfall naht. Wir geben ein paar Tipps für die friedliche und möglichst stressfreie Weihnachtsbäckerei mit Ihren Kindern und Enkeln.

1.) Bereiten Sie sich vor
Wenn Sie mit den Kindern zusammen den Teig zubereiten möchten, legen Sie alle Zutaten und Utensilien zurecht – auch Schürzen oder Kittel für die kleinen Bäcker, damit die Kleidung sauber bleibt. Oder Sie fertigen den Teig bereits im Vorfeld und die Kinder können direkt ausrollen – es kommt immer darauf an, was Ihre Schützlinge am liebsten selber machen. Alternativ besorgen Sie einen fertigen Plätzchenteig aus dem Kühlregal – schmeckt auch sehr lecker und spart noch mehr Zeit.

2.) Nehmen Sie sich nicht zu viel vor
Abwiegen, Teigkneten, Ausrollen, Ausstechen, Backen und Dekorieren braucht alles seine Zeit – und kann die Aufmerksamkeit und Geduld von kleinen Kindern strapazieren. Schätzen Sie schon vorab, wie lange Ihre kleinen Bäcker wohl motiviert bei der Sache bleiben werden. Vielleicht doch lieber direkt mit dem Ausrollen beginnen? Oder das Dekorieren auf den nächsten Tag verlegen?

3.) Spaß vor Menge
Bei der Weihnachtsbäckerei mit Kindern sollten der Spaß und die gemeinsam verbrachte Zeit im Vordergrund stehen, nicht die Anzahl der letztendlich gefertigten Plätzchen. Es darf genascht werden und die Teigmenge sollte je nach Anzahl der Kinder auf zwei bis drei Backblechen zu „verbacken“ sein, sonst wird das Ausstechen schnell zur langweiligen Massenproduktion.

4.) Jeder darf mal rollen
Achten Sie darauf, dass niemand außen vor bleibt: Nichts ist frustrierender für Kinder, als ihren Geschwistern beim Kneten, Ausrollen oder Zuckergussrühren zuzusehen und selbst vermeintlich nicht zum Zug zu kommen. Entweder jeder bekommt eine eigene Aufgabe oder alle wechseln sich ab – ganz kleine Bäcker bekommen natürlich Hilfe.

5.) Nicht zu viele Förmchen
Die meisten Kinder mögen ihre Plätzchen bunt und abwechslungsreich, zu viel Auswahl kann jedoch schnell überfordern. Legen Sie je nach Alter der Kleinen nur eine Auswahl Ausstechförmchen bereit: Je älter die Kinder sind, desto größer kann diese Auswahl sein. Ist ein Förmchen besonders begehrt, helfen Regeln wie „Jeder darf damit 3 mal ausstechen, dann bekommt es der nächste“ oder Sie motivieren die Kinder zum Tauschen.

6.) Meine, deine, unsere Kekse
Kinder können sehr aufgebracht reagieren, wenn sich die eigenen liebevoll ausgestochenen Plätzchen auf dem Blech mit denen der anderen vermischen – oder aber es ist ihnen völlig egal. Fragen Sie am besten vorher nach und legen die rohen Plätzchen gegebenenfalls vor dem Backen auf unterschiedliche Streifen Backpapier. So umgehen Sie später Streit.

7.) Planen Sie bewusst Pausen ein
Plätzchenbacken mit Kindern klappt selten „im Akkord“. Und wenn im Stress dann die Kekse im Ofen verbrennen, ist es furchtbar schade um die ganze Arbeit und sehr enttäuschend. Verarbeiten Sie ruhig erst einmal alle zusammen den ganzen Teig und backen dann alle Plätzchen nacheinander ohne Eile. Vielleicht malen die Kinder in der Zwischenzeit oder spielen ein Spiel? So können auch Sie einmal verschnaufen und die Plätzchen besser im Auge behalten. Auch während die Kekse auskühlen kann man prima eine Weihnachtsgeschichte vorlesen!

8.) Aufräumen gehört dazu!
Auch kleine Kinder können schon beim Aufräumen und Tisch abwischen helfen. So lernen sie, dass dies beim Backen immer dazu gehört – und die ganze Arbeit bleibt nicht an Ihnen hängen. Die meisten Kinder haben sogar Spaß dabei, den Geschirrspüler zu befüllen oder Zutaten in den richtigen Schubladen zu verstauen.