Warum die Kohrener Landmolkerei aus dem sächsischen Penig auf Heumilch setzt.

Kennen Sie Heumilch? Stand bei Ihnen schon Heumilch-Joghurt auf dem Frühstückstisch? Original aus Sachsen? Diese besonderen Milchprodukte gibt es erst seit zwei Jahren in den KONSUM- und Frida-Märkten. Wir wollten wissen, was hinter ihnen steckt – und vor allem: Wer?

Wir verabreden uns mit Sandra Butter von der Kohrener Landmolkerei aus dem sächsischen Penig bei Limbach-Oberfrohna, die sich dort um das Marketing kümmert. „Ich schlage vor, dass wir uns gleich auf dem Hof der Lunzenauer Agrar GmbH treffen“, sagt sie, „das ist einer unserer Milchlieferbetriebe in Sachsen. Ohne ihn können auch wir keinen tollen Heumilch-Joghurt machen.“ Die Region, durch die wir fahren, wird von der Zwickauer Mulde geprägt.

Als wir ankommen, schauen die Kühe neugierig aus dem Stall, ihrem derzeitigen Aufenthaltsort während der kalten Wintermonate. Dries van der Veen, der Leiter der Tierproduktion, empfängt uns freundlich und führt uns durch sein Reich: erklärt, womit sie die Tiere füttern und wie das Melken hier läuft. Er zeigt uns die Wiesen rund um das Betriebsgelände, auf denen die Kühe im Sommer grasen. Und die Biogasanlagen für umweltschonende Energie.

Sächsische Heumilch – das Besondere, das man schmecken kann

Dries van der Veens Kühe geben eine ganz besondere Milch: die aromatische Heumilch, die als Frischmilch oder H-Milch eine Spezialität der Kohrener Landmolkerei ist. „Der Grund dafür ist eine besondere Fütterung“, sagt Sandra Butter. „Im Sommer
das frische Gras und die Kräuter der Wiesen, im Winter das sonnengetrocknete Heu davon.“ Ganz nach Bedarf erhalten die Tiere außerdem Mais, Gerste, Weizen sowie Gräser und Kräuter, die hier selbst angebaut werden.

Wer steht hinter der Kohrener Landmolkerei?

• Zusammenschluss von Milchviehbetrieben aus Sachsen und Sachsen-Anhalt
• Gesellschafterunternehmen liefern die Milch, die in der Landmolkerei verarbeitet wird
• derzeit 50 Mitarbeiter am Standort Penig

Die aromatischen Inhaltsstoffe geben der Milch einen sehr guten, naturnahen Geschmack. Auf die Fütterung von vergorener Silage verzichtet der Betrieb, weil das die Bakterienkulturen und den Geschmack negativ beeinflussen würde. Dries van der Veen ergänzt: „Unsere Tiere erhalten ihr Eiweiß aus regional angebautem Raps und Ackerbohnen. Gentechnisch veränderte Soja-Bohnen gibt es bei uns nicht.“

Kurze Wege und moderne Technik für sensible Milch – und die Umwelt

Während unseres Besuchs bei der Lunzenauer Agrar GmbH fährt ein Milch-Tankwagen der Kohrener Landmolkerei auf den Hof. Die Molkerei liegt nur 25 km vom Milchviehbetrieb entfernt. „Kurze Transportwege gehören zu unserem umweltbewussten Unternehmenskonzept“, sagt Sandra Butter. „Es geht uns um eine harmonische Kombination von ökologischem Handeln, Produkten mit natürlichem Geschmack und dem Einsatz moderner Technologien.“ Im Molkereigebäude steht eine Anlage, die alle Bakterien aus der frischen Milch mechanisch herausschleudert. Dies ist ein besonders schonendes Verfahren zur Herstellung von ESL-Milch (Extended Shelf Life, engl. verlängerte Haltbarkeit im Regal). Qualität und Geschmack entsprechen so der frischen Milch und viele Vitamine bleiben erhalten.

Partnerschaft mit KONSUM

Ein überzeugendes Produkt von einem aufstrebenden regionalen Anbieter – das weckte das Interesse von KONSUM. So ist die Kohrener Landmolkerei seit 2014 mit vielen ihrer Milchprodukte im Sortiment der Märkte vertreten, darunter neben den Heumilchprodukten auch Sahne, H-Milch und Milchmischgetränke, z. B. mit Belgischer Schokolade. „Die KONSUM DRESDEN eG passt mit ihrer großen Auswahl an regionalen Produkten sehr gut zu uns“, erklärt Sandra Butter. „Momentan verkaufen wir unsere sächsischen Produkte hauptsächlich im Osten von Deutschland. Wir hoffen, auch zukünftig mehr und mehr Menschen mit unserer Qualität überzeugen zu können!“