Reich an Vitamin C und spritzig im Geschmack: Zitrusfrüchte eignen sich je nach Sorte als fruchtiger Snack zwischendurch oder als vielseitige Zutat beim Kochen und Backen. Welche Zitrusfrüchte bei uns besonders beliebt sind, erfahren Sie in unseren Mini-Steckbriefen.

Die meisten Zitrusfrüchte stammen ursprünglich aus Südostasien – nur die Grapefruit kommt sehr wahrscheinlich von den Westindischen Inseln. Man geht davon aus, dass alle heute bekannten Zitrusfrüchte aus drei Grundarten entstanden sind: der Pampelmuse, der Zitronatzitrone und der Mandarine. Durch Kreuzungen ergaben sich größere und kleinere Früchte mit grünlicher, gelber bis rötlicher Schale, süß-säuerlichem bis saurem Saft und unterschiedlich ausgeprägter Saftigkeit. Manche Sorte sind feinherb im Geschmack, andere eher süß oder bitter. Wenn Sie die Schalen von Zitrusfrüchten abreiben und bei der Zubereitung verwenden möchten, sollten Sie am besten auf unbehandelte Früchte aus dem kontrollierten biologischen Anbau zurückgreifen.

Zitrus-Tipp:
Lagern Sie Zitrusfrüchte nicht zusammen mit anderen Früchten: Sie setzen Gase frei, die das andere Obst schneller reifen lassen.

Limetten werden in der Regel halbreif verwendet. Ihre Schale ist grasgrün und lässt sich nur schwer oder überhaupt nicht abschälen. Für den brasilianischen Caipirinha kommen Limetten daher klein geschnitten und mit Schale ins Glas. Sie schmecken saurer und würziger als Zitronen, ihr Fruchtfleisch ist saftiger. Nutzen Sie frische Limetten, um das Aroma von Meeresfrüchten und tropischen Obstsorten zu verstärken.

Mandarinen, Clementinen und Satsumas gehören zu den bekanntesten Mandarinenarten. Die Mandarine ist die „kleine Schwester“ der Orange und lässt sich besonders leicht schälen. Mit ihrem zarten, saftigen Fruchtfleisch eignet sie sich sehr gut für Desserts oder wird gerne roh verzehrt. Die Clementine ist eine aromatische, tief orangefarbene Mandarinenart mit ausgewogener Säure und enthält meist keine Kerne. Extra saftiges Fruchtfleisch ist charakteristisch für die japanische Satsuma. Im Geschmack ist sie eher mild.

Einer Kreuzung aus der süßlichen Pampelmuse und der herben Grapefruit verdanken wir die Pomelo. Diese gelbe bis hellgrüne „Riesenfrucht“ bringt es auf ein Gewicht von bis zu 500 g. Ihr Fruchtfleisch ist sehr saftig und schmeckt säuerlich bis leicht bitter. Zum Schälen schneiden Sie die dicke Schale mit einem großen Messer ein und ziehen diese ab. In Deutschland findet man die Pomelo mittlerweile häufiger im Handel als die Pampelmuse.

Die Grapefruit entstand aus der Kreuzung von Pampelmuse und Orange. Sie ist kleiner und dünnschaliger als die Pampelmuse, zugleich weniger süß und kalorienärmer als die Orange. Gelbfleischige Grapefruits sind herber und bitterer als rotfleischige Sorten. Probieren Sie das feinsäuerliche Fruchtfleisch zu Blattgemüse und Avocados oder verfeinern Sie exotische Getränke mit dem erfrischenden Grapefruitsaft.

Die Orange, auch bekannt als Apfelsine, entstammte ursprünglich einer Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse. Sie gehört zu den beliebtesten Zitrusfrüchten der Deutschen. Ob als Snack zwischendurch, im Obstsalat, im Salatdressing oder als Saft zum Frühstück – die süßliche und sehr saftige Orange ist äußerst vielfältig in ihrer Anwendung. Blutorangen zeichnen sich durch einen kräftigeren, herberen Geschmack aus. Ihr Fruchtfleisch ist dunkler, bis hin zu einem tiefen Rot.

Die Kumquat gilt als die kleinste aller Zitrusfrüchte: Sie erinnert in der Größe an eine Pflaume. Man isst sie in der Regel mit Schale und Kernen, wobei die Schale eher herbsüßlich schmeckt und das Fruchtfleisch süßsauer. Kumquats passen sowohl zu süßen Nachspeisen als auch zu herzhaften Hauptgerichten und dienen häufig als essbare Dekoration.

Die hellgelbe Zitrone mit ihrer drüsigen Schale und dem saftigen Fruchtfleisch bildet die Grundlage für vielfältige Marinaden und Vinaigrettes, verfeinert Erfrischungsgetränke, herzhafte oder süße Speisen und verhindert die Oxidation von frisch geschnittenem Obst und Gemüse. Je heller die Schale der Zitrone gefärbt ist, desto saurer schmeckt sie. Verwenden Sie den sauren Zitronensaft auch, um dünne Fleisch-Scheiben einzulegen: Das Fleisch wird durch die Fruchtsäuren herrlich zart und mürbe.

Jeder Deutsche verbraucht im Jahr rund 35 kg Zitrusfrüchte! *

* © Statista 2016: Pro-Kopf-Konsum von Lebensmitteln in Deutschland in den Jahren 1900 und 2014 (in Kilogramm); Quellen: BMEL; AMI