Schon beim Lebensmitteleinkauf auf Qualität und Frische achten, zuhause richtig weiterverarbeiten und lagern:
Mit diesen einfachen Regeln der Küchenhygiene vermeiden Sie die Ausbreitung von Bakterien – und umgehen hoffentlich lästige Magen-Darm-Erkrankungen!

Das A und O: Hände waschen!

Möglichst nach jedem Arbeitsschritt, aber auf jeden Fall nach dem Berühren von rohem Fleisch oder ungewaschenem Obst und Gemüse sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen.

„Rein“ meidet „Unrein“!

Halten Sie „unreine“ Lebensmittel (roh oder ungewaschen) und Gegenstände
(z. B. benutzte Messer und Schneidbretter) von „reinen“ Lebensmitteln (fertig zubereitet oder gewaschen) fern, am besten in unterschiedlichen Bereichen in Küche und Kühlschrank. Beispiel Grillen: separate Grillgabeln und Teller für rohes undgegrilltes Fleisch verwenden!

Häufigste Erreger für Durchfallerkrankungen

Campylobacter: Bakterien, meist 2-5 Tage Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch), Übertragung durch infizierte rohe Fleisch-, Wurst- und Rohmilchprodukte oder verunreinigtes Trinkwasser

Salmonellen: Bakterien, meist 5-72 h Inkubationszeit, Übertragung durch infizierte rohe Eier und Geflügelfleisch

Listerien: Bakterien, bis zu 8 Wochen Inkubationszeit, Übertragung durch infizierte Fleisch-, Fisch- und Milchprodukte, v. a. Rohmilch und Rohmilchkäse, aber auch mit Jauche gedüngtes Gemüse oder küchenfertig verpackten Salat

Richtig Garen schont den Magen!

Bei großen Portionen dauert es lange, bis die Temperatur auch im Inneren ausreichend lange hoch genug zum Garen ist (großes Fleischstück: mind. 10 Min. bei 75 °C). Aber auch kleine Fleischstücke – insbesondere Hackfleischprodukte – müssen vor Verzehr ausreichend erhitzt werden.

Kühlschrank nicht überfordern!

Packen Sie Ihren Kühlschrank nicht zu voll, denn die Kühlkapazität haushalts-üblicher Geräte ist schnell erreicht. Bei Überfüllung wird’s nicht mehr richtig kalt – und Mikroorganismen freuen sich! Ideal sind maximal 6 °C (regelmäßig
kontrollieren).

Lebensmittel richtig lagern!

Grundsätzlich gilt: rechtzeitig verbrauchen, egal ob Brot, frisches Obst oder Kühl-artikel. Beschriften Sie angebrochene oder selbst verpackte Lebensmittel im Kühlschrank oder Gefrierfach mit Datum – viel zu schnell kommt Unsicherheit auf, wie lange Tomatensauce und Tortenstück dort schon lagern. Fleischprodukte von der Theke sollten Sie zuhause gleich aus dem Einwickelpapier oder Plastikbeutel nehmen und einzeln in geeigneten Dosen oder abgedeckt auf Tellern im Kühlschrank lagern. Beschädigte Gläser oder aufgewölbte Konserven lieber entsorgen.

Viele Mikroorganismen mögen Raumtemperatur!

… und vermehren sich bei ca. 20 – 25 °C am schnellsten. Im Kühlschrank sind sie immer noch aktiv, aber ihr Wachstum ist deutlich langsamer (das ist also nur eine kurzfristige Lösung!). Im Tiefkühlfach bei – 18 °C kommt ihre Entwicklung fast zum Stillstand – aber eben nur fast: keine Dauerlösung (Fisch und Schweinefleisch max. 8 Monate lagern, Kräuter und Hähnchen bis zu 10 Monate und Obst, blanchiertes Gemüse und Rindfleisch max. 12 Monate)!

Die Kühltasche muss mit!

Egal wo es hin geht: auf lange Auto-fahrten, Wanderausflüge, an den
Badesee oder zum Einkaufen – eine Kühltasche schützt empfindliche Lebensmittel wie rohes Fleisch, frische Wurst, Fisch, Tiefgefrorenes, Feinkostsalate, Joghurt und Co. vor schädigender Hitze. Tipp: leicht Verderbliches und TK-Waren zuletzt einkaufen.

Textilien nicht vergessen!

Küchenlappen, -schwämme, -bürsten und Geschirrhandtücher immer trocken lagern und regelmäßig erneuern – sie bilden mit der Zeit wahre Brutherde.
Vertragen die Textilien hohe Temperaturen, geben Sie diese öfter mal bei 90 °C in die Waschmaschine.

Weg mit dem Tropfwasser!

Tiefgekühlte Fleisch-, Fisch- oder Geflügelstücke am besten im Kühlschrank auftauen und das Tropfwasser anschließend gründlich abwaschen. Rinnt etwas daneben, greifen Sie zum Küchenpapier: ab in den Müll. Denn Tropfwasser bietet ideale Bedingungen für Bakterien und Keime – auch in Lappen und Schwämmen. Aufgetautes nicht wieder einfrieren!

Was ist Kreuzkontamination?

Direkte oder indirekte Übertragung von pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen von verunreinigten Lebensmitteln auf andere Lebensmittel. Diese gilt es unbedingt zu vermeiden.