Laue Sommerabende sind die perfekte Zeit für ein wildromantisches Lagerfeuer! Fast jeder erinnert sich aus Kindertagen an Stockbrot und Grill-Würstchen am prasselnden Feuer. Wir geben Ihnen Tipps, wie diese Tradition auch heute noch Genuss und jede Menge Spaß beschert!

Zunächst werden für Stockbrot („Knüppelkuchen“), Bratwürstchen und Co. mehrere Stöcke (mind. 1 m lang) benötigt. Empfehlenswert sind Haselnussstöcke, da sie nicht giftig sind und nicht so schnell brennen. Entfernen Sie an einem Ende großzügig die Rinde und spitzen Sie das Stock-Ende an (hier sollte auf jeden Fall ein Erwachsener helfen). Um das Anbrennen des Stocks zu vermeiden, tauchen Sie die Stockspitze vor Verwendung in Wasser.

Nun können Sie Würstchen aufspießen und je nach Geschmack in die Nähe, über oder direkt in die Flammen halten. Aber Vorsicht: Unterschätzen Sie die Hitze nicht, sonst verbrennen die Würste sehr schnell. Alternativ wickeln Sie Speck um das Stock-Ende und befestigen diesen mit Zahnstochern – schmeckt hervorragend, doch Sie sollten direkten Kontakt mit dem Feuer vermeiden (die Zahnstocher brennen).

Stockbrot-Teig bereiten Sie am besten schon zu Hause vor. Die fertigen Teig-Kugeln können auch Kinder schon selbstständig zu Strängen formen und um die Stock-Enden wickeln. Sehr beliebt sind auch „Feuerkartoffeln“: Ungeschälte Kartoffeln waschen, 15 Min. vorkochen, in Alufolie wickeln und in die Glut des Feuers legen. In regelmäßigen Abständen umdrehen, damit sie nicht verbrennen. Nach etwa 30 Min. prüfen, ob die „Feuerkartoffeln“ gar sind. Dazu passen Butter und Salz, Kräuterquark oder Tzatziki.

Für eine „Feuerbanane“ schlitzen Sie eine ungeschälte Banane der Länge nach auf und stecken vier kleine Schokoladenstücken nebeneinander hinein. Legen Sie die Banane in die Nähe der Glut (eventuell vorher in Alufolie wickeln). Nach kurzer Zeit können Sie die schokoladige „Feuerbanane“ auslöffeln.

Auch Bratäpfel passen prima zum Lagerfeuer! Kerngehäuse ausstechen, die Äpfel nach Belieben mit Marzipan, Nüssen, Rosinen oder Marmelade füllen, in dicke Alufolie einwickeln und ins Feuer legen. Sobald sie weich sind, kann man sie mit einem Löffel essen.

Eine amerikanische Lagerfeuer-Tradition sind Marshmallows: Stecken Sie die weißen Schaumzucker-Zylinder auf Stöcke und halten Sie diese für kurze Zeit in die Nähe der Flammen, bis sie sich leicht bräunen (Vorsicht: Marshmallows schmelzen auch leicht oder brennen an).

Stockbrot-Rezept

Mehl in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Hefe vermischen. Milch und Öl langsam hinzugeben und alles mit den Knethacken eines Mixers zu einem glatten, festen Teig kneten. Den Teig mindestens 30 Min. ruhen lassen. Je eine kleine Handvoll Teig zu einer Kugel formen und in eine Schüssel legen. Am Lagerfeuer formt jeder seinen Teig zu einem langen Strang, wickelt diesen um das Ende eines Stocks und hält das Stockbrot ca. fünf Min. über das Lagerfeuer. Zwischendurch den Stock vorsichtig drehen, sodass das Stockbrot von allen Seiten knusprig wird. Sobald es hellbraun ist, prüfen Sie, ob der Teig durchgebacken ist. Vor dem Verzehr gut auskühlen lassen.

Tipp zu diesem Rezept
Für eine herzhafte Variante geben Sie noch Oregano, Schinkenwürfel, Reibe-käse oder Röstzwiebeln hinzu.
Für süßes Stockbrot kneten Sie Zucker, Rosinen, Schokostückchen oder Zimt unter.

Zutatenliste

  • 450g Mehl
  • 1TL Salz
  • 1/2TL Pfeffer
  • 1Pck. Trockenhefe
  • 300ml lauwarme Milch
  • 2EL Öl

Lagerfeuer in Dresden

Im öffentlichen Raum, also auf Straßen, Plätzen, Grün- und Erholungsanlagen ist das Abbrennen offener Feuer grundsätzlich nur an den fünf erlaubnis- und gebührenpflichtigen Lagerfeuerstellen an der Elbe erlaubt. Auf Privatgrundstücken außerhalb von Schutzgebieten ist das Abbrennen offener Feuer erlaubt, wenn erhebliche Belästigungen Dritter ausgeschlossen sind und keine Abfälle verbrannt werden.

Die Gebühr für ein Lagerfeuer beträgt in Dresden 10 €. Die Beantragung erfolgt online.

Lagerfeuer-Plätze in Dresden

1 unterhalb der Eisenberger Straße (Ortsamt Pieschen)

2 unterhalb des Körnerweges (Fähre an der Drachenschänke) (Ortsamt Neustadt)

3 Elbufer Johannstadt

4 unterhalb des Wiesenweges (Trillemündung) (Ortsamt Loschwitz)

5 Hosterwitz, ehemalige Fähranlegestelle Laubegaster Straße (Ortsamt Loschwitz)