Die weite Welt des Tees in Ihrem KONSUM- und Frida-Markt. Vom Schwarztee aus Anbaugebieten im Norden Indiens bis hin zum orientalischen Gewürztee.

Eine Pflanze in 3 Farben

Ob schwarzer, grüner oder weißer Tee – alle stammen von ein und derselben Pflanze: Camellia sinensis. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung.

Schwarzer Tee
Wird gewelkt, gerollt, fermentiert und getrocknet. Die Teeblätter färben sich kupferrot. Die vollständige Fermentation verleiht schwarzem Tee besonders viel Koffein.
Brühzeit: 3 – 5 Min.
Wassertemperatur: ca. 100 °C

Grüner Tee
Wird nicht fermentiert, sondern gedämpft. Die Blätter bleiben dadurch grün. Besonders gesund wegen seines hohen Gehalts an Catechinen (haben u. a. antibakterielle Eigenschaften) und Vitaminen. Hat weniger Koffein als schwarzer Tee.
Brühzeit: bis 3 Min.
Wassertemperatur: ca. 80 °C

Weißer Tee
Der Edle unter den dreien. Nur die feinsten, jungen Blätter und die weiß schimmernden Knospen eignen sich dafür. Weißer Tee wird nur gewelkt und getrocknet. Er enthält nur verhältnismäßig wenig Koffein.
Brühzeit: 1 – 4 Min.
Wassertemperatur: ca. 75 °C

Rooibos-Tee
Der Gesunde aus Südafrika. Im Gegensatzzum schwarzen, grünen und weißen Tee ist der Rooibos-Tee koffeinfrei und damit für die ganze Familie geeignet. Mild und süssfruchtig im Geschmack, selbst ohne Zucker und Kalorien.
Brühzeit: 2 – 3 Min.
Wassertemperatur: ca. 100 °C

Tee-Lexikon

Was bedeutet eigentlich Darjeeling, Assam oder Ceylon auf den Teepackungen? Eigentlich nur, aus welchem Anbaugebiet der Tee stammt. Doch gerade das bestimmt den speziellen Geschmack: Darjeeling … Tee aus dem Nordosten von Indien, in der Frühlingspflückung (first flush) eher zart mild und duftig, in der Sommerpflückung (second flush) kräftiger und abgerundet und in der Herbstpflückung (autumnals) vollmundig und leicht im Geschmack. Assam … der Hochlandtee aus dem größten Teeanbaugebiet im Norden Indiens ist kräftig und herb und der Hauptbestandteil der bekannten Ostfriesenmischung. Ceylon … der mittelkräftige, herbe aber auch frische Tee aus dem ehemaligen Ceylon, heute Sri Lanka, ist häufig Hauptbestandteil der typisch englischen Teemischungen.

Große Teekulturen

Tee ist nicht gleich Tee. Hier ein paar Inspirationen für Ihre Teemomente zu Hause.

Tea Time in England
Der tägliche Tee am Nachmittag ist ein fester Bestandteil der britischen Kultur. Vorzugsweise schwarzer Tee mit Milch (damit er ein bisschen milder wird). Ob dabei die Milch oder der Tee zuerst eingegossen wird, ist eine große Streitfrage in England. Gegenüber stehen sich die Fronten „milk in first“ und „tea in first“. Königin Elisabeth II. soll eine „milk in first“-Anhängerin sein. Probieren Sie doch mal den Old England Earl Grey von Meßmer. Aber bitte mit Milch, ob vor oder nach dem Tee.

Teezeremonien aus China
Die chinesische Teekultur ist wohl die älteste ihrer Art und stark verwurzelt in der chinesischen Bevölkerung. In Teezeremonien, wie dem „Gong Fu Cha“ (was so viel bedeutet wie „Freude am Genuss“), bestimmen Rituale und spirituelle Wurzeln das Tee-Trinken. Die meisten Chinesen trinken grünen Tee, regional gibt es aber auch Vorlieben: in Peking ist der Jasmintee sehr beliebt, während in südlichen Provinzen auch schwarzer Tee getrunken wird. Bringen Sie die östliche Teekultur zu sich nach Hause: Chinesischer Sencha von Teekanne, ein milder grüner Tee mit Apfel-Holunderblüte.

Çay aus der Türkei
In der Türkei ist die Teekultur noch recht jung – dennoch im Alltag der Menschen tief verwurzelt. Schwarzer Tee wird da zu jeder Mahlzeit und Tageszeit getrunken – aus Gläsern, nicht aus Tassen. Man wählt zwischen dem helleren und schwächeren Aufguss „acik Çay“ und dem stärkeren „koyo Çay“. Fruchtig süss kommt Meßmers Türkischer Bayram mit Apfel und Feige daher. Einfach mal probieren!