Vielleicht waren Sie Anfang Juni zufällig auf der Web-Seite von KONSUM und haben die Einladung zur „ordentlichen Vertreterversammlung“ gesehen. Vielleicht haben Sie sich gefragt, warum die Einladung veröffentlicht wird, wenn das Treffen dann doch nicht öffentlich ist? Schon die Tagesordnung signalisiert, es geht um bedeutsame und für die Genossenschaft wichtige Angelegenheiten. Angelegenheiten, die alle Mitglieder betreffen. Warum dann der ausdrückliche Hinweis, dass die Teilnahme allein Vertretern vorbehalten ist?

Weil das von der Mitgliederschaft autorisierte Gremium zusammenkommt, um in für die Genossenschaft wesentlichen Angelegenheiten zu entscheiden. Ganz sicher sind der Geschäftsjahresabschluss und die damit einhergehende Ergebnisverwendung wesentlich und letztlich für jedes Mitglied von Interesse. Nur ist es praktisch nicht „zu handeln“ rund 22.500 Mitglieder zu einer gemeinsamen Versammlung einzuladen, Aussprachen zuführen und gültige Beschlüsse zu fassen.

Deshalb schreibt das Genossenschaftsgesetz Genossenschaften mit mehr als 1.500 Mitgliedern vor (die KONSUM DRESDEN eG zählt aktuell 22.483 Mitglieder), eine von den Mitgliedern zu wählende Vertreterversammlung zu installieren. Die gewählten Vertreter haben den Auftrag, Mitgliederinteressen wahrzunehmen. Die Bekannt-machung der Einberufung der ordentlichen Vertreterversammlung ist faktisch der Beleg dafür, dass genau dies geschieht. Übrigens ist die Vertreterversammlung der Genossenschaft der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft ähnlich.

Der Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden, Professor Ralph Sonntag, folgten am 10. Juni 32 der 50 Vertreter. Pünktlich, mit den im Vorfeld zum Jahresabschluss erhaltenen Unterlagen, die eine oder andere Frage im Kopf und auch ein wenig stolz auf ihre wichtige Aufgabe, erschienen die Damen und Herren Vertreter im DORINT-Hotel. Man kennt sich, tauscht Neuigkeiten und spürt, KONSUM verbindet. Vorstand und Aufsichtsrat berichteten zum Geschäftsverlauf. Die Wirtschaftsprüfer erteilten, wie in den vorangegangenen Jahren auch, der eG den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Danach wurden die Beschlussanträge erörtert und wurden Sachfragen beantwortet.

In offener Abstimmung fassten die anwesenden Vertreter einstimmig die für den Geschäftsjahresabschluss 2015 notwendigen Beschlüsse. Hier die inhaltliche Zusammenfassung:

  1. Die Bilanzsumme in Höhe von EUR 31.865.865,61 und der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 658.487,42 wurde festgestellt.
  2. Aus dem Jahresüberschuss wird eine Dividende von 2,5% ausgeschüttet und eine Zuführung zur Anderen Rücklage geleistet.
  3. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt.